Konzepte Windkraftwerke                                                                                                                                             

Konzept 1   Frei beweglicher Drachen am Seil
In einer Bodenstation, Bild 2, ist auf einer Haspel das Drachenseil aufgewickelt. Die Haspel ist per Keilriemen mit einer Auto-Lichtmaschine und einem Auto-Lüftermotor verbunden. Der Drachen (sechseckiger Rokkaku, Bild 1) hängt über die Seilwaage an dem Seil. Der Wind nimmt den Drachen mit, dreht dabei die Lichtmaschine und erzeugt elektrische Energie. Ist das Seil zu Ende abgewickelt, entsteht ein Ruck auf die Seilwaage. Das untere Seil der Seilwaage, das mit einer Magnetkupplung an eine Drachenstrebe gekoppelt ist, löst sich, der Drachen hängt nur noch am oberen Seil, er taumelt kraftlos zu Boden. Das Seil wird per Lüftermotor aufgewickelt und hält in dieser Zeit die Magnetkupplung auseinander. In der Nähe der Bodenstation schaltet der Motor ab, der Drachen nimmt wieder Flugposition ein und steigt wieder, Energie produzierend.

 

  

  

 

 

 

 

 

 

Bild 1  Rokkaku beim Start

 Bild 2   Bodenstation für frei beweglichen Drachen 

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Konzept 2: Arbeitsdrachen (Fähre) an einem Seil rauf und runter gleitend

An einem zwischen einem am Himmel stehenden Lifterdrachen und der Bodenstation über 2 Rollen gespannten Endlosseil hängt ein Arbeitsdrachen, z.B. ein Rokkaku Flachdrachen. Dieser wird vom Wind nach oben getragen, oben auf den Kopf gestellt, läuft dann nach unten und wird unten wieder aufgerichtet. Dabei dreht er die Rollen. Die untere Rolle ist mit einem Generator oder anderen Nutzgerät verbunden. Der Arbeitsdrachen erzeugt beim Auf- und Abwärtslauf Energie. Damit das Gebilde bei Windstille nicht herabfällt, kann es durch einen Helium-gefüllten Ballon ergänzt werden. Siehe die schematische Darstellung in Bild 3. Das Konzept wurde ebenfalls als Prototyp realisiert (Bilder 4 und 5).

 

   

Bild 3 Fährendrachen

Z: Lifterdrachen oder Ballon; Y: Waage; D: Seil; F: Umlenkrollen für das umlaufende Seil;  V: Arbeitsdrachen, läuft rauf und runter, wird an den Rollen jeweils auf den Kopf gestellt; W: Schwenkarm, dreht sich in die Windrichtung; K: Drehgelenk am Boden; X: Generator mit Kabel zum Nutzer, gegebenfalls zum  Akku

 

Bild 4 links

Bodenstation

Bild 5 rechts

Oben ein Sleddrachen als Lifter, in halber Höhe ein Rokaku als Arbeitsdrachen


Ingenieurbüro Franetzki